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Sehr geehrte Damen und Herren vom Deutschen Judo Bund e.V.
Sehr geehrter Herr Dötsch
Mit großem Erstaunen haben wir Ihr Schreiben bezüglich der Vergabe des Bundesligafinales in Abensberg am 19.10. 2019 in Empfang genommen.
Nachdem man uns vor Wochen von Seiten der Bundesligareferentin Frau Bickendorf bestätigt hat, dass das Bundesligafinale-Finale auf den vom DJB angefragten Novembertermin verschoben wurde, haben wir Ende Juli das gesamte Team, die ehrenamtlichen Mitarbeiter und alle bis dahin involvierten/reservierten Betriebe darüber informiert und den Oktobertermin freigegeben.
Aus diesem Grund wurden Flüge von Sportlern umgebucht, Lehrgangsmaßnahmen der internationalen Sportler verschoben, Hotelreservierungen storniert bzw. neu arrangiert, Eventvorbreitungen verschoben und Restaurantlokations für die Abschlussfeier neu reserviert. Ist ihnen bewusst wie sie mit den von uns zu vertretenden Finanzen umgehen? Sie erzeugen unlösbare Hürden, die in einer reellen Existenzgefährdung enden.
Das Ergebnis ist nun, nach der erneuten Änderung ohne jegliche Rücksprache,
dass ein Teil der Mannschaft logischerweise nicht zur Verfügung steht, sowie die schon einmal komplett verschobene Organisation erneut zu Nichte gemacht wurde.
Aus diesem Grund haben wir am Montag den 9. September eine Vorstandssitzung einberufen und einstimmig folgenden Beschluss gefasst:
„Wir nehmen den von Ihnen mitgeteilten Ausrichtungsauftrag am 19.10. 2019 nicht an.“
Außerdem treten wir offiziell von unserer Bewerbung, das DJB Bundesligafinale 2019 auszurichten zurück, weil ihr Umgang mit uns als ehrenamtlich geführten Verein nicht mit den finanziellen Möglichkeiten und bestehenden Strukturen des TSV Abensberg kompatibel ist. Hier fehlt uns die notwendige Augenhöhe mit dem DJB.
Sie befeuern zudem erneut bei uns die Diskussion, Ende der Saison aus der vom DJB geführten Bundesliga auszutreten. So geht man nicht mit seinen „fleißigsten“ Vereinen um.
Sollte es richtig sein, dass der erste Verschiebungsgrund einem Teilnahmewunsch des Bundestrainers am Turnier in Vise / BEL entsprungen ist, einem Turnier das international vollkommen bedeutungslos ist und keine Punkte für Olympia vergibt, wäre dies in Anbetracht des traditionell geschützten Termins für das Bundesligafinale ein erneuter Beleg für alle Bundesligavereine, dass mit dem Deutschen Judo Bund gemachte Vereinbarungen wertlos sind.
Wir bitten Sie um Aufklärung aus welchen Gründen zuerst der Novembertermin gewählt wurde und man nun 5 Wochen vor dem Finale ohne Rücksprache zu einer erneuten Kehrtwende kam. Wir wollen uns diesen willkürlichen und selbstherrlichen Umgang nicht mehr länger bieten lassen und fordern Konsequenzen zum Schutz der Vereine im DJB.
Nebenbei bemerkt sollten Sie wissen, dass durch ihr Verhalten in Zukunft kein Vereinssponsor mehr bereit sein wird einen DJB Kadersportler finanziell zu unterstützen, warum auch.
Sie machen langsam alles kaputt was sich die Vereine in Jahrzehnten mühsam aufgebaut haben.
Wieder einmal werden es die Sportler sein, welche die amateurhafte Arbeit des DJB auszubaden haben.
Mit freundlichen Grüßen
Martin Oberndorfer
Abteilungsleiter Judo
TSV Abensberg

In mehr als 55 Jahren ist die Judoabteilung aus der wenig bekannten niederbayerischen Stadt Abensberg zu internationaler Bekanntheit gekommen. Wer heute die Judoabteilung bildet, was wir zu bieten haben und wie wir wurden, was wir sind und wer uns dabei zur Weite steht, ist in diesem Bereich zu finden.