28 Views
Messe-Cup (Bundessichtung u16) und Ega-Pokal in Erfurt mit toller Internationaler Beteiligung. Für Abensberg springen 5 Medaillen raus!

Die Blumenstadt Erfurt war am Samstag 28.04.18 Schauplatz des diesjährigen zum 21. Mal stattfindenden Messe-Cup´s (Bundessichtung des Deutschen Judo Bundes) der weiblichen und männlichen Altersklasse u16. Junge aufstrebende ambitionierte Judokas sollen dort ihr Können unter Beweis stellen. Verletzungs- und Krankheitsbedingt mussten allerdings Maximilian Felde, Ali Hodzic sowie Ben Howard schon im Vorfeld absagen, aussichtsreiche Medaillenkandidaten.

 

So gab der Cheftrainer auch den noch nicht so erfahrenen Athleten die Chance Kampferfahrung zu sammeln. Kevin und Edgar Dmitriev, Justin Saizew, Gabriel Thurner, Raphael Ostheimer und Raphael Wolf schlugen sich Wacker in der ersten Runde. Sie konnten jedoch die Duelle nicht für sich Entscheiden und schieden somit vorzeitig aus dem mit über 1200 Teilnehmern besetzten Turniervorzeitig aus. Auch Sarah Geretzki bis 40 Kg startend, die sich bis jetzt immer in Szene setzten konnte und um die Medaillen mitkämpfte, musste nach dem ersten Kampf die Segel streichen! Ein kleiner Fehler wurde sofort von der durchaus schlagbaren Gegnerin sofort ausgenutzt. Leider konnte diese das zweite Duell nicht für sich entscheiden und somit das frühzeitge aus für Sarah. Dionisios Siokas der im Schwergewicht +73 Kg an den Start ging, erwischte gleich im ersten Kampf den Favoriten Udsilauri der das Turnier am Schluss auch gewann. Mit Willen zum Siegen und kämpferischen Durchhaltevermögen sicherte sich „Dio“ am  Ende noch einen guten fünften Platz.

 

Anders lief es da bei Jasmin Lochen bis 57 Kg, die junge Nachwuchskämpferin die im ersten Jahr der Altersklasse u18 schon sehr erfolgreich unterwegs ist! Machte Sie doch schon mit ihrem zweiten Platz beim wichtigen Bundessichtungsturnier der u16 in Bottrop auf sich aufmerksam. Das mit 42 Teilnehmern gespickte Feld in Erfurt war ebenfalls mit den Topleuten in dieser Altersklasse gespickt! Jasmin punktete bis zum Einzug ins Finale dreimal mit vollem Punkt und schaltete die durchaus ebenbürtige Konkurrenz fast völlig mühelos aus. Dann musste Jasmin wieder mal mit Hanna Forstner / TSV Großhadern um den Einzug ins Finale kämpfen, nach über der Hälfte der Kampfzeit setzte Jasmin sich mit einem Hüftwurf durch und gab diese Wertung bis zum Ende des Kampfes nicht mehr aus der Hand. Im Finale wartete die nächste Kontrahentin aus Großhadern auf Jasmin, Samira Bock der sie schon mehrmals unterlag. Dieses mal wollte Jasmin die Wende herbeiführen, dies gelang ihr am Anfang des Kampfes auch, jedoch bei einem Übergang vom Stand zum Boden fand sich Jasmin im Armhebel wieder und musste abschlagen. Ein supertolles Ergebnis für Jasmin Lochen, beim zweiten wichtigen Bundessichtungsturnier und unter den Augen der Bundestrainerin Lena Göldi eine weitere Silbermedaille eingefahren und die Leistung abermals Bestätigt!

 

 

 

Tags darauf am Sonntag 29.04.18 standen die Abensberger wieder in der Leichtathletikhalle des Olympiastützpunktes des Landes Thüringen. Diesmal zum 26. Ega-Pokal der weiblichen und männlichen u13, die Truppe um Trainer Jürgen Öchsner bestand aus 6 Mädchen und einem Jungen. Manuel Ostheimer bis 43 Kg kam gut durch die Vorrunde, im Kampf um die Bronzemedaille musste auch er seinem Kontrahenten den Vortritt lassen. Somit aber auch eine Top 5 Platzierung bei einem mit international sehr gut besetztem Turnier. Die jüngste im Bunde von den Mädels, Loreen Karnahl bis 36 Kg, gewann den so wichtigen ersten Kampf gleich gegen eine Erfurterin! In Duell Nummer zwei dann die spätere Turniersiegerin, wobei Loreen einige Zeit gut mithielt. In der Trostrunde dann Maria Willibald / Bayern, für Loreen eine Respekt einflößende Gegnerin. Bis kurz vor Kampfende zeigte Loreen aber das Maria Willibald Respekt haben sollte, leider konnte sie eine mittlere Wertung nicht mehr ausgleichen und schied aus der Trostrunde aus. Loreen hat gezeigt das mit Ihr beim Turnier nächstes Jahr auf jeden Fall zu rechnen ist.

 

In derselben Gewichtsklasse war Vanessa Geretzki unterwegs. Nach vier vorzeitigen sehenswerten Siegen stand die junge Babonin im Finale. Gegen Alina Occhilli aus Berlin war an diesem Tag nicht anzukommen, die Berlinerin gewann ebenfalls sehenswert und bekam am Schluss auch noch den Technikerpreis verliehen. Für Vanessa blieb die Silbermedaille, die absolut verdient in Ordnung geht! Eine der leichtesten Vivien Vajkant bis 30 Kg, legte gleichfalls furios los. Nach Makellosen Hauptrundensiegen stand Vivien ebenfalls im Finale. Gegen Ranandi Holstein/Großhadern war es lange Zeit ein sehr heftiges und ausgeglichenes Duell, Holstein konnte dann doch eine Situation nutzen und in Führung gehen und diese bis zum Ende der Kampfzeit verteidigen. Ebenfalls von Vivien eine toll erkämpfte Silbermedaille. Bis 44 Kg war Emma Listl angetreten, konnte einen Auftaktsieg feiern gefolgt von einer machbaren Zweitrundenniederlage. In der Trostrunde zeigte sie abermals ihre Stärken und gewann die Auseinandersetzung klar. Etwas geschwächt ging Emma in das nächste Duell das sie noch näher an die Medaillenränge gebracht hätte, leider lag Emma nach einer verunglückten Aktion im Haltegriff der Gegnerin und somit das vorzeitige aus. Zu Buche steht aber ein gut erkämpfter 7.Platz. Franziska Müller und Dimitra Sioka beide bis 48 Kg startend, legten gleichfalls mit Auftaktsiegen los. „Franzi“ und „Dimi“ gewannen ihre Poolkämpfe souverän und Kampfbetont. Nur durch die schlechtere Unterbewertung von Dimitra in Pool A, musste nun Dimi als Poolzweite gegen die Poolerste von B also Franziska Müller nun um den Einzug ins Finale kämpfen. Franzi setzte sich dann am Schluss durch und für Dimitra war das am Ende auch die sehr verdiente Bronzemedaille. Franzi bekam es im Finale mit Püschel aus Berlin zu tun, die junge Babonin setzte die Berlinerin mit technischen Aktionen so unter Druck das diese innerhalb kürzester Zeit zwei Bestrafungen inne hatte, fehlte nur noch die dritte Bestrafung. Nach einem Wurfansatz kippte Franzi unglücklich zur Seite und befand sich im Haltegriff aus dem es kein Entrinnen mehr gab, noch eine Silbermedaille für die Abensberger Nachwuchsrecken! Ein absolut zufriedenstellendes Ergebnis von den jungen Nachwuchsjudoka und zugleich eine Standortbestimmung die zuversichtlich nach vorne in die Zukunft Blicken lässt!

In mehr als 55 Jahren ist die Judoabteilung aus der wenig bekannten niederbayerischen Stadt Abensberg zu internationaler Bekanntheit gekommen. Wer heute die Judoabteilung bildet, was wir zu bieten haben und wie wir wurden, was wir sind und wer uns dabei zur Weite steht, ist in diesem Bereich zu finden.