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DEUTSCHER MEISTER 2019 (oder im Himmel sitzt ein Niederbayer)!!!🏆🇩🇪

Den 19. Oktober 2019 werden sowohl Judofans als auch Athleten des TSV Abensberg und des KSV Esslingen noch lange im Gedächtnis behalten. Für die Niederbayern wird es für immer ein Datum sein, dass mit unendlichem Jubel verbunden war. Im Hexenkessel von Esslingen gewann das Team von der Abens seinen 21. Meistertitel und schwärmt seither im Siegesrausch. Für den KSV Esslingen dürften es bittere Momente gewesen sein, als klar wurde, dass es selbst mit einem solchen Aufgebot, wie es der Württemberger Top-Club am Samstag auffahren konnte, nicht zu einem Sieg reichen würde.
Beide Mannschaften setzten sich in ihren Halbfinalbegegnungen mit jeweils 11:3 durch. Esslingen bezwang die SUA Witten souverän, und auch der TSV Abensberg ließ gegen den UJKC Potsdam nichts anbrennen.
Das Finale bot schließlich Kämpfe auf allerhöchstem Niveau. Esslingen holte das Finale nach turbulenten Wochen der „Missverständnisse“ zwischen dem TSV Abensberg und dem DJB an den Neckar. Der Kader war gespickt mit Namen wie Amiran Papinashvili, Igor Wandtke, Alexander Wieczerzak, Saeid Mollei, Noel Van t End, Varlam Liparteliani, Guram Tuvshishvili u.s.w. Da konnte einem an der Waage schonmal die Kiinnlade herunterfallen. Es war also klar, dass Esslingen zu Hause den ersten Titelgewinn in seiner Vereinsgeschichte bombensicher machen wollte.
Der TSV Abensberg war trotz der unglücklichen Vorgeschichte dieses Finales fest entschlossen als Mannschaft mit Herz alles zu tun, um eine starke Leistung auf die Matte zu bringen. In der ersten Runde unterlag Karl- Richard Frey (-100 kg) Dino Pfeiffer im Golden Score mit einem Armhebel. Nicht jeder war mit der Aktion, die zum Sieg des Esslingers führte glücklich, was schließlich auch Folgen für Kalles Bruder Johannes hatte. Timo Cavelius (-81 kg) und Manuel Scheibel (-66 kg) siegten daraufhin souverän. Im vierten Kampf behauptete Olympionike Igor Wandtke (-73 kg) sich gegen einen starken Lukas Vennekold. Der Punkt im Schwergewicht ging durch einen kampflosen Sieg durch Guram Tuvshishvili ebenfalls an den Neckar. In einem ausgeglichenen Kampf bis 60 kg setzte sich Maximilian Heyder am Ende gegen Fabian Häßner durch, bevor im letzten Kampf des ersten Durchgangs Beka Gviniashvili Weltmeister Noel van t End bezwingen konnte.
Beim Stand von 4:3 für den TSV galt es nun die richtigen Wechselentscheidungen zu treffen. Hier bewiesen Martin Oberndorfer und Radu Ivan ein gutes Händchen. Kalle Frey revanchierte sich bei Dino Pfeiffer und holte den fünften Punkt. Esslingen gelang durch Saeid Mollei (81 kg) der Anschluss. Sebastian Seidl besiegte Steffen Hoffmann, und wer nicht spätesten jetzt die Spannung in der Halle spürte, muss die Nacht vorher wohl im Kühlhaus verbracht haben. Esslingen gab sich nicht auf, musste aber dringend punkten. Dimitri Peters bezwang im Schwergewicht Iakiv Khammo und es knisterte gewaltig beim KSV. Im vorletzten Kampf behielt TSV- Hoffnung Max Heyder abermals die Nerven und die Rechnerei begann. Würde das etwa schon reichen? Eine Sensation hing in der Luft, aber jetzt musste noch Teamcaptain Marc Odenthal (-90 kg) gegen den Weltranglistenersten Nikoloz Sherazadashvili ran. Das Wunder gelang. Marc schaffte es den Weltklasseathleten Ippon zu werfen. Der Jubel der Mannschaft kannte nun keine Grenzen mehr, und noch heute hört man auf den Straßen Abensbergs werdende Mütter flüstern:“…wir nennen ihn Marc!“
P. Dremow (Foto DJB)

In mehr als 55 Jahren ist die Judoabteilung aus der wenig bekannten niederbayerischen Stadt Abensberg zu internationaler Bekanntheit gekommen. Wer heute die Judoabteilung bildet, was wir zu bieten haben und wie wir wurden, was wir sind und wer uns dabei zur Weite steht, ist in diesem Bereich zu finden.