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1. JUDO-Bundesliga

Der TSV Abensberg besiegt in eigener Halle die Rivalen vom KSV Esslingen

Turbulente Zeiten sind es, durch die die Verantwortlichen des TSV Abensberg ihre erste Mannschaft hindurch manövrieren müssen.
Um so schöner, dass Fans und Zuschauer am gestrigen Samstag eine hochklassige Bundesligabegegnung genießen durften, aus der unser Team am Ende als Sieger von der Matte gehen konnte. Klar war das im Vorfeld lange nicht. Es ging schließlich gegen den KSV Esslingen, den Ersten der Gruppe Süd und ein Team, das mit seinem Kader schon manche Kontrahenten das Fürchten lehrte. Bereits sicher für das Finale qualifiziert, wollten die Württemberger um Coach und Trainer Carsten Finkbeiner in Abensberg nichts verschenken, und hatten Weltklasseathleten wie Orkhan Safarov (-66 kg), Varlam Liparteliani (-100 kg) und den frischgebackenen Weltmeister Noël Van t End (-90 kg) im Aufgebot.
Wissend, dass die Begegnung eine Vorentscheidung über das Erreichen des Finales sein könnte, hatten die TSV- Verantwortlichen um Manager Martin Oberndorfer und Coach Radu Ivan die schwere Aufgabe dieses Bollwerk zu knacken.
In einer fast vollen Halle begann der Hexentanz in der Klasse bis 81 kg. Hier rang Zebeda Rekhviashvili Routinier Soshin Katsumi drei Strafen ab, und holte den ersten Punkt. Beka Gviniashvili erhöhte bis 90 kg mit Waza Ari gegen Maximilian Schubert. In der dritten Begegnung (-60 kg) bezwang Max Heyder Fabian Häßner mit Ippon, bevor es zu einem ersten wichtigen Knackpunkt kam. Manuel Scheibel (-66 kg) musste gegen Vizeweltmeister Orkhan Safarov ran. Top motiviert und hervorragend eingestellt, schaffte es Manu tatsächlich etwa 15 Sekunden vor Schluss den Favoriten vom KSV mit Ippon zu besiegen. Das war die Initialzündung, denn jetzt war klar: Da geht was!
Zwar unterlag Marc Odenthal bis 100 kg Vize-Olympiasieger und Weltranglisten-Dauergast Varlam Liparteliani, aber Lukas Vennekold baute bis 73 kg gegen Boris Trupka die Führung der Gastgeber auf fünf Punkte aus. Bereits in Führung musste Johannes Frey (+ 100 kg) etwa eine Minute vor Ende eine dritte Strafe gegen Dimitri Peters kassieren. Mit einer 5:2 Führung ging der TSV in die Kabine. Den sechsten Punkt holte erneut Zebeda Rekhviashvili, bevor im Kampf der Giganten Beka Gviniashvili mit dem Schlussgong Weltmeister Noël van t End unterlag. Max Heyder behielt gegen Fabian Häßner erneut die Nerven, und so galt es den entscheidenden achten Punkt zu machen. Diese Last trug Sebastian Seidl (-66 kg) gegen Steffen Hoffmann souverän. Unter dem begeisterten Applaus der Zuschauer machte er mit Ippon den Sieg an diesem Tag perfekt. Liparteliani und Peters punkteten danach noch zweimal für die Gäste, während David Krämer sogar noch für den neunten Punkt auf TSV Seite sorgte.
Ein hochklassiger Kampftag zweier starker Mannschaft, und der TSV Abensberg als Sieger! Schöner kann der letzte Heimkampftag dieser Saison nicht ausklingen!
Nächstes Wochenende gilt es auswärts gegen Offenbach zu bestehen. Mit dem Erfolg des gestrigen Kampftages im Nacken sicher eine lösbare Aufgabe.
P. Dremow

In mehr als 55 Jahren ist die Judoabteilung aus der wenig bekannten niederbayerischen Stadt Abensberg zu internationaler Bekanntheit gekommen. Wer heute die Judoabteilung bildet, was wir zu bieten haben und wie wir wurden, was wir sind und wer uns dabei zur Weite steht, ist in diesem Bereich zu finden.